Trockenfrüchte: Trocknung, pflanzliches Öl, Rosine oder Weinbeere etc.
Bei welchen Temperaturen werden Trockenfrüchte hergestellt?
Die Bedingungen, unter denen die Trockenfrüchte hergestellt werden, sind nicht einheitlich und von Frucht zu Frucht verschieden. So ist die Produktion von Feigen oder Aprikosen von kleinbäuerlichen Strukturen geprägt, während die Herstellung von Trockenpflaumen auf einem hohen industriellen und automatisierten Niveau abläuft.
Generell werden die reifen Früchte nach der Ernte, die manuell oder maschinell stattfinden kann, meistens an der Sonne oder in speziellen Trockenöfen getrocknet. Bei hellen Früchten, bei denen die Farbe erhalten bleiben soll, geht der Trocknung eine Schwefelung voraus. Die getrockneten Früchte werden anschließend in spezialisierten Betrieben gewaschen, sortiert und für den Export vorbereitet.
Die Früchte haben einen weißlichen Belag. Was soll ich tun?
Die Früchte sind wahrscheinlich verzuckert d. h., dass der an der Oberfläche befindliche Fruchtzucker auskristallisiert ist. Nach unserer Erfahrung wird dieser natürliche und unvermeidbare Vorgang häufig mit Schimmelbefall verwechselt. Dies ist jedoch lediglich eine optische Beeinträchtigung. Solches Trockenobst kann ohne weiteres verzehrt werden. Ein entsprechender Hinweis ist bei den Früchten Feige und Pflaume, die zum auszuckern neigen, auf der Verpackung aufgedruckt.
Muss man die Trockenfrüchte waschen?
Seeberger Trockenfruchtspezialitäten müssen vor dem Verzehr nicht gewaschen werden.
Warum sind einige Trockenfrüchte mit pflanzlichem Öl behandelt?
Das zugesetzte pflanzliche Öl dient dazu, dass die Früchte beim Packvorgang und bei der Lagerung nicht zusammenkleben. Dazu ist nur eine sehr geringe Menge (ca. 0,5%) notwendig. Es werden ja nach Produkt verschiedene pflanzliche ungehärtete Öle verwendet (z.B. Palmöl, Baumwollsaaten-Öl, Sonnenblumenöl). Es ist rein pflanzlich und enthält keine chemischen Zusatzstoffe. Es ist durchaus vergleichbar mit einem pflanzlichen Öl, wie Sie es auch im Handel erwerben können.
Was ist der Unterschied zwischen Rosinen, Blauen Weinbeeren, Sultaninen und Korinthen?
Die "Nomenklatur" von getrockneten Weintrauben ist in der Tat etwas verwirrend und stimmt nicht mit dem alltäglichen Sprachgebrauch des "Laien" überein.
Der Überbegriff für getrocknete Weintrauben ist "Rosinen". Daneben bezeichnet dieser Begriff auch qualitativ nicht so hochwertige Trockenweinbeeren, da die Trauben noch Kerne enthalten.
Zur Herstellung dieser wertvollen Süßigkeiten-Alternative eignen sich prinzipiell nur einige wenige Sorten.
Unsere Blauen Weinbeeren extra werden aus den hellen kernlosen Thompson Seedless gewonnen. Sie zeichnen sich durch eine angenehm dunkle Farbe und einen fruchtigen, leicht säuerlichen Geschmack aus. Diese Früchte findet man auch in unserem Studentenfutter.
Außerdem bietet Seeberger Sultaninen an, die aus der kernlosen Sultana-Traube gewonnen werden. Typisch ist der aromatisch süße Muskatgeschmack. Daneben gibt es die kleinbeerigen Korinthen, die aus der gleichnamigen dunklen Traubensorte gewonnen werden. Diese sind vom Geschmack eher fruchtig-säuerlich. Die beiden letztgenannten Sorten werden häufig beim Backen z. B. von Weihnachtsstollen verwendet, finden aber auch das ganze Jahr hindurch ihre Liebhaber zum Genuss "einfach so".

