Unerwünschte Stoffe: Aflatoxine, Schwermetalle etc.

Ich habe gelesen, dass Leinsamen mit Cadmium belastet ist?
Es gehört zur Eigenart von Leinsaat, dass diese Pflanze Schwermetallionen aus dem Boden anreichert. Diesem Umstand tragen wir durch eine sorgfältige Wareneingangskontrolle Rechnung. Nur wenn die Richtwerte eingehalten werden, verlässt die Ware unser Haus. Es gehört außerdem zu unserem Know-How, von vorneherein Provenienzen auszuwählen, bei denen dieses Risiko minimiert ist.

Die Richtwerte wurden vom BgVV, dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin erstellt. Gefundene Werte unterhalb, an oder gering über den Richtwerten sind bei üblicher Verzehrmenge, gemäß dem BgVV, toxikologisch unbedenklich. Das BgVV schreibt weiter: "Wegen der häufig hohen Cadmiumgehalte von Leinsamen sollten bei regelmäßigem und langfristigem Verzehr bevorzugt ganze oder feinaufgebrochene Leinsamen verwendet werden, da die Resorption von Inhaltsstoffen mit dem Zerkleinerungsgrad des Korns korreliert. Sie ist beim Verzehr von geschrotetem Leinsamen am größten und beim Verzehr ganzer Körner am geringsten."

Was macht Seeberger gegen die Aflatoxin-Problematik?
Viele Spezialitäten aus dem Seeberger Sortiment sind anfällig für den Befall mit Schimmelpilzen wodurch u.a. die Kontamination mit Schimmelpilzgiften, insbesondere den hochgiftigen Aflatoxinen, resultiert. Als besonders kritisch sind Erdnüsse, Pistazien, Paranusskerne und Feigen zu betrachten. Dies ist jedoch keine Gefahr, der man gänzlich schutzlos ausgeliefert ist. Das höchste Risiko besteht in dem Zeitraum nach der Ernte, wenn die Kerne bzw. Früchte noch relativ feucht sind und wenn diese mit dem Erdboden in Kontakt kommen, da sich in diesem Schimmelpilz-Sporen befinden. Wenn die Kerne dann auch noch unsauber gelagert werden, ist die Gefahr einer Kontamination sehr groß. Dem sorgfältigen und hygienischen Umgang bei Ernte, Lagerung und Bearbeitung im Ursprungsland kommt somit bei dieser Problematik die größte Bedeutung zu. Selbstverständlich muss dieser größere Aufwand entsprechend bezahlt werden. Zu unserer "Philosophie" gehört es jedoch, bereits in den Ursprungsländern einen solch hohen Qualitätsstandard zu fordern und diesen in vertrauensvoller, oft jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit zuverlässigen Lieferanten auch zu fördern.
Bei den sehr kritischen Waren können wir Ihnen besonders sichere Waren anbieten:

Erdnüsse: Seeberger Erdnüsse kommen überwiegend aus den Wüstengebieten im Mittelmeerraum, wo es für Schimmelwachstum schlicht zu trocken ist.

Pistazien geröstet gesalzen: Wir verzichten auf Pistazien geröstet gesalzen aus dem Iran, weil Kerne aus diesem Land sehr stark von der Aflatoxin-Problematik betroffen sind.

Paranusskerne: Sehr sorgfältige Lieferantenauswahl. Bewusst bieten wir Ihnen geschälte Ware an und nicht die Paranüsse mit harter Schale. Diese sind von der Problematik wesentlich stärker betroffen.

Feigen: Seeberger handelt ausschließlich mit türkischen Bergfeigen. Daneben gibt es auch die billigen Feigen aus dem Tiefland. Bei den Bergfeigen ist das Aflatoxinrisiko wegen der geringeren Luftfeuchtigkeit geringer.

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