Seeberger – Handelsleitlinien und Sozialstandards
für die Zusammenarbeit mit unseren weltweiten Rohstofflieferanten in den Ursprungsländern
Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir davon überzeugt, dass eine besondere Produktqualität, wie wir sie bei unserer Marke Seeberger seit Gründung im Jahr 1844 verfolgen, dauerhaft und somit nachhaltig nur mit einer fairen und langfristigen Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Lieferanten im Ursprung möglich ist. In diesem Sinne streben wir immer einen fairen Ausgleich der gegenseitigen Interessen an und gestalten unsere Handelsbeziehungen nach den Prinzipien der Fairness und Partnerschaft. Wir fördern damit aktiv eine nachhaltige Entwicklung in den Ursprungsländern in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht.
Wo immer möglich, fördern wir die Bio-Diversität. Durch unser Handeln erhalten oder verbessern wir die natürlichen Lebensbedingungen für Flora und Fauna. Ein Umstellen auf Monokulturen und ein Vernichten von biologischer Vielfalt lehnen wir ab.
Unsere Lieferanten setzen Pestizide, Fungizide und Düngemittel nur im absolut notwendigsten Mindestmaß ein nach den Prinzipien einer nachhaltigen Landwirtschaft. Ziel ist es dabei, auf der gleichen landwirtschaftlichen Fläche auch noch nach Jahrzehnten die gleichen landwirtschaftlichen Produkte wie Kaffee, Früchte oder Nüsse anzupflanzen und ernten zu können. Beim Einsatz und beim Ausbringen dieser Hilfsstoffe werden immer die Gesundheit der Arbeiter/innen und der umliegenden Bevölkerung beachtet.
Wo immer möglich, bevorzugen wir den Direkteinkauf und den persönlichen Kontakt mit den Lieferanten. Durch diese Nähe schaffen wir gegenseitiges Verständnis, langfristige Verbindungen und eine Verbindlichkeit für die Lieferanten, Farmer und Produzenten bei der Vorplanung von Ernte zu Ernte. Für uns schaffen wir so eine hohe Beschaffungssicherheit und eine hohe Konstanz in der Qualität. Die Preisfindung orientiert sich in erster Linie an den nachhaltig notwendigen Produktionskosten und nicht an den spekulativen Weltmarktpreisen. Dabei suchen wir immer einen fairen Ausgleich der Interessen.
Von unseren Lieferanten erwarten wir für eine langfristige Zusammenarbeit, dass sie folgende Mindeststandards bei fest angestellten aber auch bei saisonalen Arbeitern/innen einhalten (in Anlehnung an die Kernarbeitsnormen der ILO – International Labour Organisation):
- Ein faires Entgelt und eine soziale Grundsicherung bei Krankheit, Urlaub, Mutterschutz und Rente
- Mindestens einen freien Tag pro Woche
- Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit
- Keine Zwangsarbeit
- Keine ausbeuterische Kinderarbeit; die Beschäftigung von Minderjährigen darf keine körperlich schwere oder gefährliche Arbeit beinhalten oder den Schulbesuch einschränken
- Keine physische, verbale oder finanzielle Diskriminierung aufgrund von ethnischer und nationaler Herkunft, Religion oder Geschlecht
- Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Unsere Lieferanten verpflichten sich Schwachstellen in den sozialen Rahmenbedingungen zu identifizieren und zu verbessern. Die Einhaltung dieser Mindeststandards wird von uns bei der Auswahl und der Bewertung unserer bestehenden und zukünftigen Lieferanten berücksichtigt.

