#AusZeit

Achtsamkeit – 5 Tipps für ein achtsameres Leben

Glücklich sein ist nicht nur Zufall oder Veranlagung, sondern auch eine Lebenseinstellung. Das wusste schon der antike Philosophenkaiser Marc Aurel, der feststellte: „Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“ Wir selbst, mit all unseren Wahrnehmungen, Einstellungen und Gedanken, sind mitverantwortlich dafür, ob wir unser Glück finden. Einen Weg, der zu diesem Ziel führt, möchten wir dir hier vorstellen: Es geht um Achtsamkeit, den Pfad des Herzens.

Achtsam sein – was heißt das eigentlich?

Achtsamkeit bedeutet bewusste Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Augenblick, ohne zu werten oder zu urteilen. Durch mehr Achtsamkeit gelangen wir zu einem tieferen Verständnis von uns selbst, unseren Mitmenschen und unserer Umgebung. Außerdem lernen wir, jede Form der Erfahrung mitfühlend, gelassen und mit offenen Armen anzunehmen. Für die ersten Schritte hin zu einem achtsameren Leben haben wir dir hier 5 Tipps und Tricks zusammengestellt.

5 Tipps für ein achtsameres Leben

1. (Er)Kennst du dich selbst

Die Kombination unserer Eigenschaften macht uns einzigartig. Achtsam leben bedeutet, sich selbst kennenzulernen, und aus dem, was wir herausfinden, Entscheidungen abzuleiten. So können wir erkennen, wo unsere Stärken und Schwächen liegen, ungenutzte Potenziale aufspüren und erhalten Klarheit über unsere Motive und Beweggründe.

Versuche es doch einmal selbst: Mit welchen Adjektiven würdest du dich selbst beschreiben? Welches Verhalten legst du anderen Menschen gegenüber an den Tag? Nur keine falsche Bescheidenheit, nenne deine Stärken beim Namen – sei aber auch ehrlich, was deine Schwächen angeht. Wenn du die Selbsteinschätzung sorgfältig und ohne Wertung vornimmst, hast du eine gute Basis, um dein Handeln und deine Entscheidungen auf jede beliebige Situation abzustimmen.

2. Bleibe flexibel

Leben ist Veränderung. Ob du willst, oder nicht. Manche Veränderungen treten plötzlich ein, etwa der Tod eines geliebten Menschen. Andere, wie das Altern, geschehen schleichend, sind aber ebenso unaufhaltsam. Es ist ganz normal, von solchen Veränderungen überrascht zu werden. Aber bei allem Schock, aller Trauer – lasse dich nicht davon überrollen. Denn jeder Wandel ermöglicht es dir, eine positive Änderung zu bewirken. Sehe Veränderung daher nicht als bedrohliche Gefahr, sondern als Chance, die du nutzen kannst.

Wenn du achtsam bleibst und die Neuerungen in deinem Leben aufmerksam und bewusst wahrnimmst und akzeptierst, wirst du auch mit dem Unerwarteten zurechtkommen. Bleibe offen – für jede Tür, die sich schließt, öffnet sich eine andere, vielleicht sogar mehrere. Jede Veränderung bietet dir die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen, und an den neuen Herausforderungen zu wachsen.

3. Breche mit schlechten Gewohnheiten

Gewohnheiten prägen unser Leben, wir folgen Reaktionsmustern, die sich in Körper und Geist abgelagert haben wie die Jahresringe in einem Baumstamm. Häufig erleichtern sie uns den Alltag, aber wenn wir blind unseren Gewohnheiten folgen, denken, fühlen und handeln wir, ohne die Situation bewusst wahrzunehmen und auf uns wirken zu lassen. Und je häufiger wir das tun, desto stärker verfestigt sich die Gewohnheit, bis es scheint, wir hätten überhaupt keine andere Wahl.

Doch die haben wir: Setze dich mit deinen Gewohnheiten auseinander und verschaffe dir einen Überblick, welche automatischen Abläufe dein Leben bestimmen. So kannst du entscheiden, welche positiven Muster du beibehalten möchtest, und welche negativen deine Entscheidungsfreiheit einschränken.

4. Einfach sein: Lebe in der Gegenwart

Du frühstückst und währenddessen grübelst du über die Arbeit. Du plauderst mit deinen Kollegen und plötzlich fällt dir ein, dass du gestern vergessen hast, den Müll rauszubringen… Du handelst ohne ganz präsent zu sein, dein Geist treibt in einem Strom aus Ideen, Erinnerungen, Wünschen und Problemen dahin. Das Problem dabei: Wir lassen uns von Vergangenem und Zukünftigem gefangen nehmen und vergessen die Gegenwart.

Aber du kannst ausbrechen, indem du ganz im Hier und Jetzt ankommst. Konzentriere dich doch einmal auf das, was dich gerade umgibt, und verbannen deine Vergangenheit und Zukunft, Sorgen und Wertungen aus deinem Kopf. Lasse Ablenkungen, Emotionen und Gefühle einfach vorüberziehen, und bleiben ganz bei dir – so wirst du gelassener und lernst deine Situation zu akzeptieren.

5. Finde dein persönliches Glück im Alltag

Könnte es sein, dass das, was uns wirklich glücklich macht, ganz anders aussieht als das, was wir gelernt haben, für Glück zu halten? Wir werden oft mit Wünschen und Visionen vom Glück konfrontiert, die nicht mehr als wirklichkeitsferne Träume sind, oder die andere, nicht aber uns selbst glücklich machen.

Achtsam leben bedeutet, nicht auf das große Glück zu warten, sondern jeden Augenblick und jede Erfahrung als Geschenk des Lebens anzunehmen. Je besser du dich selbst kennst, desto leichter wird es dir fallen, deine persönlichen Glücksmomente im Alltag zu finden – etwa wenn du deine Lieben um dich hast, jede Herausforderung gelassen angehst, ganz im Moment aufgehst oder völlig mit dir selbst und deiner Umgebung im Reinen bist.

© Dorling Kindersley Verlag GmbH