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Auszeit für mich - Tipps & Tricks

Das Wichtigste gleich vorneweg: Auszeiten sind nicht egoistisch! Das Leben verlangt uns viel ab – da ist es kein Wunder, wenn man sich mal schlapp fühlt und Energie tanken muss. Davon profitieren dann nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Mitmenschen: Wenn es uns gut geht, tun wir bessere, nettere Dinge für uns und für andere und lassen das Gute in unserem Leben ganz natürlich wachsen. Fühlen wir uns schlecht, werden wir egoistischer, sind mit uns selbst beschäftigt und nicht in der Lage, anderen Menschen etwas zu geben. Und wir haben keine Energie, um sie in die Dinge und Anliegen zu investieren, die uns etwas bedeuten.

Deswegen sind Auszeiten langfristig gesehen das genaue Gegenteil von Egoismus. Ein Mensch, der mit sich im Reinen ist, auf seine Bedürfnisse hört und sich immer mal wieder eine Auszeit gönnt, ist im Alltag wach und aufmerksam und steht voller Tatkraft im Leben.

Mein ganz persönlicher Ausbruch

Sich eine Auszeit nehmen, das bedeutet, aus dem Alltagstrott ausbrechen, sich Zeit nehmen für die Dinge, die in deinem Leben leider oft zu kurz kommen, es sich gut gehen lassen. Und auch wenn für viele von uns ein mehrwöchiger Wellness-Urlaub oder eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg zeitlich oder finanziell nur schwer machbar ist – bei einer Auszeit kommt es weder auf das Budget, noch auf die Dauer an. Häufig sind es schon kleine Dinge, die dabei helfen, Abstand zu gewinnen. Überlege also, mit welchen einfachen Schritten du dir hin und wieder eine körperliche und mentale Verschnaufpause gönnen kannst – du wirst überrascht sein, welch große Veränderungen schon ein paar kleine Maßnahmen bewirken können.

Allein sein oder nicht allein sein? 

Für eine Auszeit musst du nicht zwangsläufig alleine sein, das hängt ganz davon ab, von was oder von wem du Abstand gewinnen möchtest. Aber grundsätzlich ist es auch für extrovertierte Menschen wichtig, auch einmal ganz für sich allein sein zu können. Du brauchst die Zeit alleine, um deinen Energiespeicher wieder aufzufüllen. Verplane daher nicht jede freie Minute, nur um nicht allein sein zu müssen, sondern gewöhne dich an deine eigene Gesellschaft und lerne, solche Momente zu genießen.

Den Alltag wegdrücken

Massagen sind eine wunderbare Sache – sie entspannen Körper und Geist, lösen schmerzhafte Verspannungen und verbessern obendrein noch dein Verhältnis zu deinem Körper. Du kannst dir eine professionelle Massage gönnen, dich von deinem Partner oder einem Freund oder einer Freundin verwöhnen lassen, oder du legst selbst Hand an. Bauchmassagen beispielsweise kann man problemlos selbst anwenden, sie haben eine beruhigende Wirkung und können auch bei Magenbeschwerden Linderung verschaffen.

Bade dich frei

Ein Bad sorgt für herrliche Entspannung am Ende eines Tages und ist ein Garant für einen guten Schlaf. Mit nur wenigen Handgriffen verwandelst du ein normales Bad in ein heilendes. Danach wirst du dich noch besser fühlen – besonders, wenn du dir vorstellst, dass du mit dem heißen Wasser nicht nur den Schmutz des Tages, sondern auch Stress, Ärger und Probleme einfach mit abwäschst.

Verschiedene Badezusätze und Duftöle können das Entspannungserlebnis noch zusätzlich steigern. Vielleicht noch ein paar Teelichter für die richtige Atmosphäre? Eine heiße Schokolade oder ein gutes Buch? Höre auf dich selbst und genieße den Abend.

Zu Gast bei sich selbst

Wenn man nur für sich selbst kocht, ist das der ganze Aufwand nicht wert? Irrtum! Gerade solche Momente kannst du nutzen, um dich ganz besonders zu verwöhnen. Das beginnt schon mit der Planung: Nutze die Vorfreude auf dein Lieblingsessen als Zuflucht, wenn es im Büro stressig wird. Lege beim Kochen deine Musik auf, das verleiht zusätzlichen Schwung.

Bevor du dann mit dem Essen beginnst, nehme dir einen Augenblick Zeit und sei stolz auf das Ergebnis. Richte dir das Essen schön an, vielleicht nimmst du sogar das gute Geschirr, das sonst nur für Weihnachten zum Einsatz kommt? Das Wichtigste ist, dass dir bei dem Anblick das Wasser im Mund zusammenläuft.

Und jetzt guten Appetit! Während du das Essen genießt, erfreue dich nicht nur am Geschmack selbst, sondern auch daran, dass du dieses Gericht selbst zubereitet hast, für niemand anderen als für dich!

Beschäftigungstherapie

Manchmal lohnt es sich, eine mentale Auszeit zu nehmen. Wenn du dich schlecht, traurig oder ängstlich fühlst, oder das Gedankenkarussell einfach nicht anhalten will, dann hilft nur Ablenkung. Werde aktiv, tu etwas, das deine Konzentration und Fokussierung erfordert. So unterbrichst du die belastenden Dauerschleifen in deinem Kopf. Male dir den Stress von der Seele, fahre dem Ärger davon oder schreie deine Sorgen in einer fremden Sprache hinaus. So kannst du dich langsam davon lösen und auf neue Gedanken kommen.

 

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