Schweizer Spezialitäten - so isst die Schweiz

Kaum ein Land in Europa ist so stark geprägt von angrenzenden Kulturen, wie die Schweiz. In einem Land, das vier Amtssprachen spricht, werden unweigerlich auch unterschiedliche kulinarische Sprachen gesprochen. Hier trifft herzhaftes Käsefondue aus der französischen Schweiz auf süße Amaretti aus dem Tessin und auf unwiderstehliche Röstis aus dem deutschsprachigen Raum. Die Schweizer Küche ist von jahrhundertalter Tradition und Regionalität geprägt. Entdecke hier fünf Schweizer Spezialitäten, die ein Muss für jeden Gourmetbesuch im Land der Berge sind.

Bircher Müsli – eine Schweizer Frühstücksspezialität

Die Rezeptur wurde 1900 in Aarau nähe Zürich entwickelt und ist bis heute ein beliebtes Frühstücksrezept. Hauptbestandteil sind Haferflocken und Milch. Darunter werden meistens frische, geriebene Äpfel und Honig. Ein Topping aus knackigen Mandeln und Walnusskernen ist fester Bestandteil des Bircher-Müslis. Bist du eher der fruchtige Typ? Dann probiere es mal mit süß-herben Cranberries. Ob Nuss oder Frucht – wie du dein Bircher Müsli gestaltest ist dir überlassen und Kreativität war schon immer die beste Zutat!

Rösti – ein traditionelles Schweizer Rezept

Dieses deutschschweizerische Gericht ist ein Muss bei einem Ausflug in die Schweiz. Die Kartoffelfladen werden in heißem Fett von beiden Seiten goldbraun durchgebraten und oft mit Spiegelei oder gewürzter Zwiebelsauce serviert. Ein echter Genuss für jeden, der es gerne deftig mag! Speziell in Deutschland wird Rösti oft mit Kartoffelpuffer und Reibekuchen in Verbindung gebracht. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass Rösti traditionell mit gekochten Kartoffeln zubereitet werden. Die Ausgangsbasis von Kartoffelpuffern sind dagegen rohe Kartoffeln, sowie Eier und Mehl, um die Masse zu binden.

Bündnerfleisch – eine Schweizer Delikatesse

Das Bündnerfleisch ist eine Spezialität aus den Bündner Bergen. Hauchdünn aufgeschnitten ist das kräftige Trockenfleisch der perfekte Begleiter für den Apéro. Dabei ist es besonders fettarm und reich an hochwertigem Eiweiß. Willst du’s klassisch, isst du es mit Brot. Das besondere Fleisch hat in der Schweizer Küche aber auch zahlreiche weitere Varianten, wie zum Beispiel als Carpaccio oder Antipastisalat.

Käsefondue – der Klassiker in der Schweizer Küche

In der kalten Jahreszeit ist das klassische Fondue nicht nur in der Schweiz heißgeliebt. Den cremig-würzige Genuss kannst du auch ohne schlechtes Gewissen im Sommer in einer fröhlichen Runde genießen. Klassischerweise gehört ein Schuss Kirschwasser, Wein und Knoblauch in den Käsetopf, was die Konsistenz der Schweizer Spezialität schön cremig und das Aroma besonders intensiv macht. Zum Fondue werden kleine Brotstückchen gereicht und dann in flüssigen Käse getaucht. Auch hier gilt: Alles kann, nichts muss. Was du in die heiße Käsesoße tunkst, ist ganz dir überlassen.

Engadiner Nusstorte – eine nussige Verführung

Die runde, flache Delikatesse ist auch unter dem Namen „Bündner Nusstorte“ bekannt. Karamellisierte Nüsse, wie aromatische Walnusskerne und knackige Cashewkerne, werden zu einer nussigen Füllung vermengt und von einem feinen Mürbeteig ummantelt. Zahlreiche Konditoreien im Engadin stellen die leckere Teigware her. Ihr ganz eigenes Rezept dafür hüten sie wie ein Schatz vor möglichen Nachahmern und Konkurrenten. Die Engadiner Nusstorte gilt auch als Exportschlager unter den Schweizer Desserts.

Typisch für die Schweiz – Znüni, Zvieri und Apéro

Was wie ein Zungenbrecher klingt, ist in Wirklichkeit die Schweizer Dreifaltigkeit des kulinarischen Genusses. Znüni stellt das zweite, kleine Frühstück dar, um die Zeit bis zum Mittagessen zu überbrücken. Zvieri ist ein gesunder Snack, der die Schweizer aus dem Mittagstief holt und mit ausreichend Energie versorgt. Und den Apéro gibt es dann abends, das Schweizer Pendant zu Fingerfood und Tapas. Der Apéro schmeckt am besten in guter Gesellschaft!