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Urban Gardening: Mehr Grün in der Stadt!

Nach und nach entstehen in unseren Städten immer mehr Gärten. Beim Spazierengehen kann man Gemüse, Obst, Bienenstöcke und sogar Hühnerställe entdecken. Ein toller Trend, den man unterstützen sollte, denn immerhin leben 53 % der Weltbevölkerung in Städten. Grüne Oasen, für die sich jedoch erstmal ein Plätzchen finden muss, denn Raum ist in der Stadt Mangelware. Da große Flächen nicht zur Verfügung stehen, richtet sich das Augenmerk auf Dächer, Mauern und Balkone. Damit es auf unseren Straßen grünt und blüht, sollte man alle Möglichkeiten nutzen. 

Hier ein kurzer Überblick über einige Typen urbaner Gärten - vielleicht findest du auch Inspiration für dein eigenes Projekt:

Balkone und kleine Terassen

Diese Flächen lassen sich leicht umgestalten, um dort Kräuter und Kletterpflanzen anzubauen. Da der Platz begrenzt ist, heißt es diesen optimal zu nutzen. Man kann Fensterbänke, Blumenkästen oder Pflanzkübel für urbanes Gärtnern einsetzt. Besonders frische Kräuter sind für diese kleinen Flächen geeignet. Wie wäre es zum Beispiel mit Schnittlauch, Basilikum, Minze, Rosmarin oder Thymian? Die frischen Kräuter sind perfekt für dein nächstes Gericht und werden deinen Gaumen verwöhnen.

Dachterrassengärten

Diese Art von Gärten zieren die Großstädte. In diesem Fall erlaubt die Fläche eine recht freie Gestaltung des urbanen Gartens. An solchen Orten kommen oft Gewächshäuser, Gemüseanbau oder auch Fassadenbegrünung zum Einsatz. Meistens muss man sich vorher bei der Eigentümergemeinschaft erkundigen und sich bei größeren Maßnahmen davor die Einwilligung einholen. Aber sobald diese grünen Refugien einmal angelegt sind, bieten sie den Anwohnern einen traumhaften Rückzugsort und das mitten in der Stadt.

Gemeinschafts- oder Schrebergärten

In der Regel verfügen die Gärten über eine Fläche von 900 m² oder mehr. Sie bieten viel Raum für einen eigenen grünen Entspannungsort, sind aber auch perfekt für Begegnung und Gemeinsamkeit. In diesen großen urbanen Gärten lassen sich Anbau und Ernte gemeinschaftlich organisieren. Gemeinsame Initiativen werden von zahlreichen Verbänden unterstützt.

Öffentliche Anlagen

Du wohnst in einer Großstadt? Schaue dich ganz bewusst um - es stehen so viele öffentliche Räume zur Verfügung! Ob auf Gehwegen, in Blumenkübeln oder im Boden von Gemeindebeeten selbst – der Trend ist überall präsent. Viele Städte erkennen den Wert dieser Projekte und fördern die Entstehung solcher grünen Anlagen. Teilweise werden sogar Denkmäler und öffentliche Gebäude bepflanzt!

Stadtbewohnern bieten sich also zahlreiche Möglichkeiten, selbst Pflanzen anzubauen und an der Entwicklung der städtischen Biodiversität mitzuwirken. Schon seit einigen Jahren haben sich urbane Grünflächen und Gemüsegärten zu einem richtigen Trend entwickelt, der Ausdruck eines wachsenden Umweltbewusstseins ist.

Grüne Oasen und der Einfluss auf das seelische Wohlbefinden

Nimm dir einen Moment Zeit, um diese grünen Oasen zu bewundern, die nicht zuletzt auch die Luftqualität verbessern. Begrünte Fassaden, Kräuterkübel, Gemeinschaftsgärten – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Im hektischen Stadtalltag schenken diese Orte der Gemeinschaft und Harmonie wertvolle Momente voller Ruhe und Zengefühl. Diese Augenblicke erlauben es vielen Menschen, zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Das neue, verantwortungsvolle Erschließen von Landwirtschafts- und Grünflächen hilft den CO2-Ausstoß zu reduzieren. In den meisten Fällen wird bei den angewendeten Anbauverfahren auch auf Pestizide verzichtet und es werden saubere Energiequellen genutzt.

Immer noch nicht überzeugt? Dann denk an die positiven Wirkungen, die urbanes Gärtnern auf dein seelisches Wohlbefinden haben kann. Der urbane Garten ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine sanfte Medizin für Städter, denen es an Ruhe und Natur mangelt. Gärtnern ist eine gute Möglichkeit, Sorgen und Alltagsstress hinter sich zu lassen und zur Natur und ihrer heilenden Kraft zurückzufinden. Zudem stellt das Gärtnern eine ausgezeichnete Lehrstunde dar. Man kann nicht nur mehr über Landwirtschaft erfahren, sondern auch über Umweltthemen.

Schritt für Schritt zum eigenen Gärtnerglück

Auch wenn die Theorie sehr interessant ist, wenden wir uns jetzt der Praxis zu! Kübel, Fassadenbegrünung, Gewächshäuser – es gibt verschiedene Möglichkeiten, Grün in deinen urbanen Lebensraum zu bringen. Und das selbst auf kleinster Fläche! Hier einige Tipps für die ersten Schritte zum Gärtnerglück:

Optimale Wachstumsbedingungen
Achte beim Anlegen deines Gemüsegartens auf die klimatischen Bedingungen vor Ort. Erkundige dich also, wie du für deine Pflanzen, dein Obst und Gemüse optimale Wachstumsbedingungen schaffen kannst. Sobald der Anfang gemacht ist, kann man Experimente wagen: Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte oder Blattgemüse bringen Abwechslung in deinen Stadtgarten!

Individuelle Voraussetzungen und besondere Ansprüche
Beachte dabei die jeweiligen Ansprüche der Gemüsearten, die du anpflanzen willst. Je nach Art muss der Boden unterschiedlich tief sein. Für Gartenkräuter, Kirschtomaten, Radieschen, Salat und Erdbeeren muss die Bodentiefe beispielsweise etwa 15-20 cm betragen. Wenn hingegen Kartoffeln, Zucchini und Paprika auf deinem Teller landen sollen, muss man mindestens mit 40 cm rechnen.

Jede Pflanze hat besonderen Ansprüche und erfordert unterschiedliche Ernteverfahren. Dein urbaner Garten wird dir nicht nur Glücksmomente bereiten, sondern auch landwirtschaftliche Kenntnisse verleihen. Entdecke das Wissen unserer Großmütter wieder. Beispielsweise, wie man Tomaten zurückschneidet, Dammkulturen für einige Gemüsesorten anlegt oder aber Rankhilfen für Bohnen errichtet.

Richtig Gießen
Gießen, aber richtig! Es scheint etwas banal, aber das Bewässern ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gartenarbeit und nicht zu vernachlässigen. Gieße deine Pflanzen wenn möglich früh morgens oder spät abends, vor allem im Sommer. Zudem solltest du dir einen Regenmesser zulegen. So kannst du die Niederschlagsmenge ablesen und gezielt gießen.

Sanft zu Schädlingen
Um Krankheiten und Insektenschädlinge zu bekämpfen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die zugleich den Boden und deine Pflanzen schützen. Ein guter Trick besteht darin, Platz für abschreckende Pflanzen einzuplanen und für solche, die nützliche Helfer wie Marienkäfer und Laufkäfer anlocken. Diese Insekten sind für deinen Gemüsegarten alles andere als schädlich. Gut zu wissen: Einige Methoden aus dem Öko-Anbau schützen nicht nur vor Krankheiten und Schädlingen, sondern wirken sich sogar positiv auf deine Pflanzen aus. Brennnesseljauche, Bananenschalen oder etwa der starke Geruch von Basilikum sind gute Beispiele.

Nun ist es offiziell: Du bist bereit, deine vier Wände zu begrünen und dir ein Stück Land in die Stadt zu holen!