#Wissenswertes

Zuckerfreie Ernährung

Warum ist zu viel Zucker ungesund?

Haushaltsüblicher Zucker - Saccharose - ist ein in Pflanzen und Früchten natürlich vorkommendes Kohlenhydrat und eine Mischung aus Glucose und Fructose (50/50), die meist aus Zuckerrohr gewonnen wird. Während Glucose von fast jeder Zelle unseres Körpers verstoffwechselt werden kann, wird Fructose nur von der Leber abgebaut werden. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass ein hoher Konsum an Fructose (der durch künstlichen Zuckerzusatz entsteht) zu Insulinresistenz, Fettleber oder zu Diabetes-Typ-2 führen kann. Mittlerweile gibt es viele Artikel und Bücher, welche die negativen gesundheitlichen Folgen von einem hohen Zuckerkonsum aufweisen.

Auf die Zuckerart kommt es an

Auch die psychische Abhängigkeit von künstlichem Zucker ist beträchtlich. Es ist also für eine gesunde Ernährung unabdingbar, Lebensmitteln aus dem Weg zu gehen (oder zu reduzieren), denen künstlicher und industrieller Zucker zugeführt wurde.
Interessanter Fakt: Agavendicksaft besteht aus 70-90% Fructose und 10-30 % Glucose. In Betracht auf einen hohen Konsum an Fructose könnte er als vergleichbar schädlich wie Saccharose erachtet werden.

Ist die natürlich vorkommende Fructose in Obst eine Ausnahme?

Definitiv ja, denn frisches Obst enthält neben natürlicher Fructose noch weitere Ballaststoffe und lässt den Blutzuckerspiegel nicht schnell in die Höhe treiben. Die Faserstoffe umhüllen die Nährstoffe und so braucht der Körper länger sie zu verarbeiten. Das Ergebnis ist, dass wir länger satt sind und ein langsam steigendes Energielevel empfinden. Übrigens ist es natürlich am besten, Obst möglichst frisch zu konsumieren. Säfte und Smoothies z.B. verlieren aufgrund der großen Oberfläche schneller ihre Nährstoffe (Oxidation), sodass. du Säfte und Smoothies besser selber zubereiten und direkt im Anschluss trinken solltest. Auch getrocknete Früchte enthalten eine beträchtliche Menge an Ballaststoffen, sind frei von Fett und können einer gesunden Ernährung wunderbar ergänzt werden. Hierbei muss man keine Angst vor der Kalorienanzahl haben, diese geht zugunsten der Ballaststoffe und wird vom Körper ideal verstoffwechselt.

Zucker und seine Decknamen

Zum Schluss möchten wir aufzeigen, unter welchen Begriffen sich Zucker verstecken kann. Warum wir diese Liste schreiben? Damit ihr ein Gefühl bekommt, wie vielen Produkten tatsächlich Zucker zugesetzt bzw. in welchen Produkten Zucker zu finden ist. Übrigens: auch pikante Lebensmittel sind nicht immer zuckerfrei!

  • Agavendicksaft
  • Ahornsirup
  • Dextrin
  • Dextrose
  • Dicksaft
  • Fruchtextrakt
  • Fruchtkonzentrat
  • Fruchtpüree
  • Fruchtsaftkonzentrat
  • Fruchtzucker
  • Fruktose
  • Fruktose-Glukose-Sirup
  • Fruktosesirup
  • Gerstenmalz
  • Gerstenmalzextrakt
  • gezuckerte Kondensmilch
  • Glukose
  • Glukose-Fruktose-Sirup
  • Glukosesirup
  • Invertzucker
  • Invertzuckercreme
  • Invertzuckersirup
  • Karamellsirup
  • Karamellzuckersirup
  • Kokosblütenzucker, -nektar, -sirup
  • Konzentrierte Fruchtsäfte
  • Laktose
  • Maltodextrin
  • Maltose
  • Malzextrakt
  • Milchzucker
  • Oligofruktose
  • Oligofruktosesirup
  • Polydextrose
  • Raffinadezucker
  • Raffinose
  • Rohrohrzucker
  • Saccharose
  • Stärkesirup
  • Traubensüße
  • Traubenzucker
  • Trockenobst
  • Zuckerrübensirup

Ausnahme
Honig (Vorsicht: natürlicher Honig kann bei der rohen Verwendung (nicht über 40 Grad erhitzen) große gesundheitliche Vorteile erbringen. Jedoch ist es wichtig qualitativen Honig aus der Region, am besten von einem benachbarten Imker zu kaufen.) Und auch hier heißt es, übermäßigen Konsum meiden.

Zuckeraustauschstoffe

  • Erythrit (E 968)
  • Isomalt (E 953)
  • Maltit / Maltitsirup / Maltitol (E 965)
  • Sorbit (E 420)
  • Xylit (E 967)

Süßstoffe

  • Acesulfam-Aspartamsalz (E 962)
  • Acesulfam-K (E 950)
  • Aspartam (E 951)
  • Cyclamat (E 952)
  • Saccharin (E 954)
  • Steviolglykoside (E 960) (Stevia)
  • D-Ribose
  • Galactose
  • Sucralose (E 955)
Challenge & Zuckerfreie Rezepte