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Decluttering – Ausmisten & Ordnung schaffen

Decluttering – so geht‘s!

Was ist „Decluttering“?
„Decluttering“ bedeutet nichts anderes als ausmisten – und sich vom alltäglichen Ballast befreien. Wir alle heben Dinge auf, von denen wir glauben, sie zu brauchen. Doch in Wahrheit belastet uns zu viel Besitz. Schließlich macht jedes einzelne Stück Arbeit: wir müssen sortieren, putzen, wegräumen.

Aber Hand aufs Herz: Chaos entsteht nicht von selbst. Seine verborgene Ursache? Aufgeschobene Entscheidungen. Jedes Stück Plunder steht für einen abgebrochenen Entscheidungsprozess oder eine nicht ausgeführte Absicht.

Gerade weil sich Chaos langsam aufbaut, erfordert seine Beseitigung viel Ausdauer und vor allem Zeit. Die Unordnung in einer einzelnen Schublade oder auf dem Küchentisch ist rasch beseitigt. Doch wo fängt man an, wenn die ganze Wohnung unordentlich ist? Immer mit dem ersten Schritt. Mit den folgenden Strategien kriegst du das Chaos in den Griff.

Schnelle Erfolgserlebnisse
Bei den meisten Menschen löst der Gedanke ans Aufräumen nicht gerade Luftsprünge aus. Stärke deine Motivation, indem du dort beginnst, wo dich die Unordnung am meisten stört. Denn so kannst du am schnellsten einen Effekt erzielen. Wenn Du es z.B. jeden Tag aufs Neue anstrengend findest, dich für das Verlassen des Hauses fertig zu machen, sollten du als erstes den Kleiderschrank und das Bad angehen.

Step by Step
Feng-Shui-Berater glauben, dass sich in Chaos und angesammeltem Plunder erschöpftes „Chi“ ansammelt, jene Energie, die das Haus und alle seine Bewohner durchströmt. Befreie das eingeschlossene „Chi“ Schritt für Schritt mit der Eine-Schublade-am-Tag-Methode. Nimm dafür die Unordnung in kleinen Portionen in Angriff. Anders gesagt, räume zunächst 15 Minuten nur eine einzelne Schublade oder eine Ecke auf. Am darauffolgenden Tag nimmst du dann die nächste in Angriff.

Kehraus-Methode
Schnapp dir jeden Tag einen Beutel und fahnde im ganzen Zuhause nach überflüssigen Dingen, die weggeworfen werden können, ohne dass Entscheidungen erforderlich werden. Geeignete Kandidaten sind z.B. verwitwete Socken, kaputte Küchengeräte, Lebensmittel mit abgelaufenem Verfallsdatum und Kosmetik, die ihren ersten Geburtstag schon hinter sich hat.

Alles Routine
Allabendliches Aufräumen erleichtert die morgendliche Routine. Mache abends vor dem Zubettgehen einen Spaziergang durch die Wohnung und sammle alles ein, was herumliegt und stelle es an seinen Platz zurück. Vielleicht fällt dir dabei auf welche Dinge du nie benutzt ¬– und deshalb eigentlich auch gleich aussortieren könntest, oder?

Probiert doch mal Oosouji!
Ein alter japanischer Brauch hilft, das neue Jahr unbeschwert zu beginnen. Im ausgehenden alten Jahr begehen die Japaner „oosouji“, indem sie in Haus und Büro aufräumen und alles neu organisieren. Begonnene Vorhaben werden abgeschlossen und so Platz geschaffen für die Herausforderungen und Möglichkeiten, die das neue Jahr mit sich bringt.

Decluttering im Kopf

Wenn das Zuhause im Chaos versinkt, herrscht meist auch Chaos im Kopf. Oft sind es psychologische Gründe, die uns daran hindern, uns von dem zu trennen, was wir eigentlich nicht mehr brauchen. Hier die häufigsten Gründe dafür und wie Du dagegen vorgehen kannst.

Der Sparfuchs – „Eines Tages werde ich es brauchen.“
Sparsame Menschen trennen sich ungern von dem, was sie gerade nicht brauchen, weil sie Angst haben, eines Tages das, was sie dann brauchen werden, nicht zur Verfügung zu haben. Mach dir diese Angst bewusst, um sie zu besiegen. Und dann wird gehandelt! Z.B., indem du den Schrank öffnest, der mit leeren Plastikbehältern vollgestopft ist. Dann stell dir die Frage: „Wann habe ich zuletzt etwas davon benutzt?“ und beantworte sie ehrlich. „Niemals“ oder „Vor 5 Jahren“, dann weg damit! Im Kaufhaus um die Ecke warten genug leeren Plastikbehältern. Und solltest du wirklich wieder Bedarf haben investierst du in genau das, was du brauchst und so wird dein Budget sicher nicht zu sehr strapaziert.

Der Investor - „Ich habe viel Geld dafür bezahlt.“
Oft hat es finanzielle Gründe, dass wir an überflüssigen Dingen hängen. „Ich habe damals 50 Euro dafür bezahlt!“. Gedanken wie dieser verhindern, dass wir uns von etwas trennen, das wir eigentlich nicht mehr brauchen oder das uns nicht mehr gefällt. Bedenke, dass der Kaufpreis von gestern nicht viel mit dem heutigen Wert zu tun hat. Beispiel Computer: Drei oder vier Jahren nach dem Kauf beträgt der reale Wert eines Computers aufgrund der raschen technologischen Entwicklung nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Preises. Mithilfe von Internetauktionen kannst du den aktuellen Wert leicht beziffern – meist fällt die Trennung dann ganz leicht.

Der Jäger – „Es ist eine Sammlung.“
Sammeln macht Spaß, kann aber auch im Chaos enden. Wenn die geliebte Sammlung in der Wohnung überquillt und weitere Stücke nur noch in Kisten auf dem Speicher untergebracht werden können, ist es Zeit, sich davon zu trennen. Schaue deine Sammlung gründlich durch, um festzustellen, an welchen der Gegenstände dein Herz wirklich hängt. Nur die Stücke, die wirklich von Bedeutung sind, verdienen es, aufbewahrt zu werden. Und oft reicht auch schon eine Auswahl davon.

Der Nostalgiker – „Das hat mal Opa gehört.“
Manchmal sind es Familienbande, die einen in die Chaos-Falle tappen lassen. Viele Sachen kann man allerdings als „geerbten Plunder“ bezeichnen. Denn, Hand aufs Herz: man will sie nicht, man braucht sie nicht, man benutzt und schätzt sie nicht, aber man behält sie trotzdem, weil sie einst einem Verwandten gehörten. Also: Raus damit! Natürlich gibt es auch richtige Erbstücke, die dürften selbstverständlich bleiben.

Reduce, reuse, recycle – So kommt das Chaos garantiert nicht zurück

Die Unordnung zu beseitigen, ist nur die halbe Miete. Damit das Chaos nicht wieder
Fuß fasst, musst du dir neue Gewohnheiten zulegen. Mit den folgenden Strategien hältst du Unordnung im Zaum:

Alles muss raus!
Nabele dich von überflüssigen Dingen ab, indem du sie verkaufst, hochpreisige auf Kleinanzeigen-Portalen im Internet und Kleinkram auf dem Flohmarkt. Mit diesen Profi-Tipps machst du dabei sogar noch ein gutes Geschäft: Zeichne die Ware gut sichtbar aus und biete Sonderangebote an, indem du z.B. Gläser im Set oder Klamotten als Outfit verkaufst. Alles, was du nicht losgeworden bist, bringst du am besten gleich im Anschluss an den Flohmarkt zu einem gemeinnützigen Secondhandshop, damit du am Ende des Tages wirklich alles los hast.

Das „Eins-rein-eins-raus-Versprechen“
Die einfachste Art, der Unordnung den Weg ins Haus zu versperren? Das »Eins-rein-eins-raus-Versprechen«: Für jedes neue Kleidungs- oder Deko-Stück, das du ins Haus hineinlässt, muss ein altes gehen.

Die Kaufverzichts-Diät
Warum immer gleich alles kaufen? Versuche Dinge, die du brauchst, zu mieten, auszuleihen oder gegen andere auszutauschen, anstatt sie neu zu kaufen. Auf diese Weise schonst du den Geldbeutel und kommst mit Nachbarn in Kontakt, die du vielleicht so gar nicht angesprochen hättest.

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