#Kaffeewissen

Die Kaffeekirsche

Kaffeekirschen am der Kaffeepflanze

Die weißen, duftenden Blüten der Kaffeepflanze blühen meist auf die Trockenperiode unmittelbar nach den ersten Regenfällen. Sie erinnern in Farbe, Duft und auch in der Form an Jasmin, verblühen sehr schnell und fallen ab. Ein erwachsener Kaffeebaum kann gleichzeitig bis zu 30.000 Blüten ausbilden und zur selben Zeit Blüten und Früchte tragen.

Aus dem Fruchtknoten der weißen Blüten entwickelt sich die Kaffeekirsche. Von der Blüte bis zur reifen Kirsche vergehen bei der Arabica-Pflanze 6 bis 9 Monate und bei der Canephora bzw. Robusta-Pflanze 9 bis 11 Monate. Dies ist abhängig von der Varietät, dem Klima und der Anbauhöhe. Die Farbe der Kaffeekirschen wechselt in dieser Zeit von grün über gelb zu sattem rot. Es gibt jedoch auch einige Sorten, die im reifen Zustand gelb sind. Sind die Kirschen überreif, werden sie schwarz.

Die reife Kaffeekirsche hat meistens eine rote, feste Schale, die ein weiches, zuckerhaltiges Fruchtfleisch - die sogenannte Pulpe - umschließt. In ihr sind in der Regel zwei Samen enthalten, die Kaffeebohnen. Sie liegen mit ihren Innenseiten flach aneinander, dort ist auch die charakteristische Furche zu erkennen. Jeder Samen wird von einer dünnen, fest anhaftender Schale, dem Silberhäutchen, geschützt. Zusätzlich sind sie noch von einer locker aufsitzenden, dünnen Hülle umgeben, der sogenannten Pergamenthaut. Daneben kann es auch zu abweichenden Samenbildungen kommen: Wenn sich nur ein Samenkorn im Inneren der Kaffeekirsche entwickelt, spricht man von einer Perlbohne (Peaberry).

(Quelle: Deutscher Kaffeeverband)